Dein Hund kann nicht sagen, was im Napf fehlt
Meine Hunde sind alle sehr alt geworden, waren bis zuletzt agil und haben einen Tierarzt selten von innen gesehen. Ich halte das nicht für Glück.
Ein Hund zeigt nicht, wenn es ihm schlecht geht. Das steckt tief im Instinkt: Im Rudel wird das schwache Tier zum Problem. Also macht er weiter, bis es nicht mehr geht. Und wenn er dann mal schnappt, weil etwas wehtut, heißt es „böser Hund“.
Dieselbe Regel wie beim eigenen Essen
Ich lese Futteretiketten wie Lebensmitteletiketten: Was steht ganz vorne, wie lang ist die Liste, und wie viel davon ist tatsächlich das, was das Tier von Natur aus frisst? „Von Tierärzten empfohlen“ auf einer bunten Packung ist ein Werbesatz und keine Analyse.
Ein Hund stammt vom Wolf ab. Der Wolf sitzt nicht am Lagerfeuer und knabbert Kroketten. Man muss daraus keine Ideologie machen – aber es ist ein brauchbarer Maßstab, wenn man vor dem Regal steht.
- Fütterung ist das eine, Behandlung das andere. Was nach Krankheit oder Schmerz aussieht, gehört zum Tierarzt. Punkt.
- Mengenangaben bei Tieren sind heikel, gerade bei kleinen Hunden – das ist nichts fürs Bauchgefühl.
- Frisst ein Tier plötzlich anders, bewegt sich anders oder verändert sich: erst abklären lassen, dann über Futter reden.
- Eine Futterumstellung macht man langsam, nicht von heute auf morgen.
Der Treppenwitz beim Sparen
Bei einigen einfachen Reinstoffen ist die Variante aus dem Tierbedarf chemisch dasselbe wie die teure Version mit dem Hochglanzetikett – nur ohne die Verpackung und ohne den Aufpreis. Manchmal ist der Hund am Ende besser versorgt als sein Mensch. Darüber lohnt es sich, kurz nachzudenken.
Wo es individuell wird
Welches Futter und welche Ergänzung zu deinem Hund passt, hängt an Rasse, Alter, Gewicht und Verfassung. Wenn du es natürlich angehen willst und der Tierarzt grünes Licht gegeben hat, überlegen wir gemeinsam, was sinnvoll ist.
Beratung anfragenDieser Beitrag dient der Information und der Prävention. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung, enthält keine Heilversprechen und keine Dosierungsempfehlungen. Bei bestehenden Beschwerden, Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten wende dich bitte an deinen Arzt oder Heilpraktiker.