Dein Gehirn denkt, es ist Mittag
Du sitzt abends auf der Couch und glaubst, du entspannst. Dein Gehirn ist da anderer Meinung.
Handys, Monitore und LED-Lampen strahlen stark in einem Lichtbereich, den dein Gehirn seit Urzeiten mit hellem Tageslicht verbindet. Es hat keinen Grund anzunehmen, dass es zweiundzwanzig Uhr ist – es sieht Mittag. Also fährt es die abendliche Umstellung nicht sauber herunter.
Das Ergebnis kennst du: Du bist müde, aber nicht schläfrig. Du liegst im Bett und der Kopf läuft weiter. Und am nächsten Morgen fühlst du dich, als hättest du geschlafen, aber nichts davon gehabt.
Warum das mehr ist als schlechter Schlaf
Der Körper repariert nachts. Regeneration ist kein Nichtstun, sondern ein aktiver Vorgang, für den er Ruhe braucht und Bausteine. Wer über Jahre schlecht herunterfährt, gibt ihm für diese Arbeit jeden Tag ein bisschen weniger Zeit. Gerade wer körperlich arbeitet und ohnehin viel zu reparieren hat, merkt das irgendwann deutlich.
- Ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen das Handy weglegen. Wenn das nicht geht: Nachtmodus an und Helligkeit deutlich runter.
- Warmes, gedämpftes Licht statt Deckenflutlicht.
- Immer ungefähr zur selben Zeit ins Bett – der Körper mag Wiederholung mehr als gute Vorsätze.
- Ehrlich bleiben: Der Fernseher an der Wand ist auch ein Bildschirm.
Das Beste daran: Es kostet keinen Cent, du brauchst nichts zu kaufen, und du merkst innerhalb weniger Tage, ob es bei dir etwas bringt.
Wo es individuell wird
Wenn Schichtdienst dazukommt, wird es komplizierter – dann geht es darum, die Rhythmen so zu legen, dass dein Körper überhaupt eine Chance hat. Wie das in deinem Dienstplan aussehen kann, schauen wir uns gerne konkret an.
Beratung anfragenDieser Beitrag dient der Information und der Prävention. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung, enthält keine Heilversprechen und keine Dosierungsempfehlungen. Bei bestehenden Beschwerden, Erkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten wende dich bitte an deinen Arzt oder Heilpraktiker.